Berichte


19.09.2010

Schwarzwald Ultra Rad Marathon - SURM

Was macht Kerstin wenn sie nicht mit mir beim SURM die 246km Strecke fahren will? Sie überredet Sonja zur Teilnahme auf der 155km Strecke und bittet diese für mich einen Mitfahrer zu besorgen.  So trafen wir uns am 19. September bei 2 Grad Celsius um kurz vor sechs in Alpirsbach und „checkten ein“.  Ich bekam von den Mädels einen echten Local und, wie sich später auch herausstellte, Bergfloh an meine Seite gestellt.

So starteten wir um fünf nach sieben auf die 246km Strecke, gespickt mit 3800hm und dem Anstieg zum Kandel als Höhepunkt. Den ersten Anstieg kann man kaum erwarten, frieren doch nach 20km leichter Abfahrt schon die Hände und Füße ein. Für mich als Nicht-Bergfloh waren die langen und steilen Anstiege jedesmal am Einstieg eine Qual, nach einer Weile konnte ich jedoch immer meinen Tritt finden  und kam besser zurecht, was in mir die Hoffnung aufkommen lässt, vielleicht doch noch den ein oder anderen Pass in den Alpen erklimmen zu können. Gerade am Anfang hat man im Pulk noch sehr mit etwas waghalsigen Manövern der Mitstreiter bei den Abfahrten zu kämpfen hat. Nach dem Kandel lichtete sich das Feld aber stark und man musste froh sein, noch ein Duo für den Rest zu finden, um dann nicht alleine gegen den Wind zu kämpfen.

Nach den letzten 40 welligen Kilometern warteten dann neben Kerstin und Sonja im Ziel auch mehrere frisch gezapfte Alpirsbacher.  Die Mädels kämpften auf ihren 146km mit 1900hm, genossen ausgiebig die angebotenen Streckenverpflegungen und knüpften reichlich Kontakt zu älteren Herrschaften, welche ihre Freude daran hatten mit jungen Mädels die Berge zu erklimmen.

Die Strecke war reizvoll, die Anstiege knackig und auch die Versorgung unterwegs war so reichlich, dass es sich auch nächstes Jahr wieder lohnen wird frühmorgens bei winterlichen Temperaturen im tiefen Alpirsbach zu starten, hoffend dass die Sonne schnell den Schwarzwald erwärmt.

Timm

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